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Evang. - Luth. Kirche in Bayern fordert schnellen Austieg aus der Kernenergie, Arpril 2011

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Kirchenleitung fordert schnellen Ausstieg aus der Kernenergie, April 2011

Kundgebung aller kirchenleitenden Organe der bayerischen Landeskirche 

Im Rahmen der Landessynode in München fordern  alle vier kirchenleitenden Organe der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern in einem gemeinsamen Beschluss, einer Kundgebung den schnellen Ausstieg aus der Kernenergie.

Nachfolgend der Text der Kundgebung im Wortlaut:

 

Ausstieg aus der Kernenergie - Schöpfung bewahren 

Seit dem schweren Erdbeben in Japan haben Christinnen und Christen in vielen Fürbittgottesdiensten und Andachten ihre Sorge und Anteilnahme für die Menschen in Japan vor Gott gebracht.

Am 26.April jährt sich zum 25. Mal der Tag der atomaren Katastrophe in Tschernobyl. Unser Mitgefühl begleitet die Opfer dieser Katastrophen, die uns die Grenzen unserer Macht vor Augen führt.
Die Synode der ELKB hatte zuletzt auf der Herbstsynode 2010 ihre ablehnende Haltung zur Kernenergie in einem Eilantrag deutlich gemacht. Auch hat sie auf ihrer Klimasynode im April 2009 wegweisende Konzepte zum Umsteuern auf erneuerbare Energien vorgelegt.
Wir sind dankbar für den Beschluss der gemeinsamen Konferenz 2011 der hauptamtlichen Jugendreferent/innen und der Dekanatsjugenpfarrer/innen der Evangelischen Jugend in Bayern.
Wir appellieren erneut an die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft, den Ausstieg aus der Atomenergie sofort einzuleiten, diesen so bald wie möglich endgültig umzusetzen und sich intensiv um die Lösung einer Endlagerung zu bemühen.
Kernenergie, auch mit der ungeklärten Frage der Endlagerung, ist aus Sicht der ELKB mit dem biblischen Auftrag, die Erde zu bebauen und zu bewahren, nicht zu vereinbaren.
Für uns ist dabei die Verantwortung für die nachfolgenden Generationen ein zentrales Anliegen.
Gleichzeitig sind wir uns bewusst, und wissen uns verpflichtet, verantwortungsvoll und ressourcenschonend mit Gottes Schöpfung umzugehen. Hierzu gehört neben dem Energiesparen auch der Bezug von zertifiziertem Ökostrom.
Zum schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien und der systematischen Steigerung der Energieeffizienz gibt es keine Alternative. Wir setzen uns für die ethisch verantwortbare Energiewende ein.

 

München, 8. April 2011
Johannes Minkus, Pressesprecher      

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