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Wort zum Erntedankfest 2013 - Danken und Denken gehören zusammen

Wort zum Erntedankfest

Danken und Denken gehören zusammen. Denn "Undankbarkeit", so hat es einmal Bonhoeffer gesagt, "beginnt mit dem Vergessen." Und es schleicht sich die Selbstverständlichkeit ein. Es ist doch selbstverständlich, dass die Regale in den Supermärkten gefüllt sind. Warum also noch darüber nachdenken, woher die Lebensmittel, die Mittel, die wir zum Leben brauchen, herkommen? Es ist doch selbstverständlich, dass das Wasser aus dem Hahn kommt, der Strom aus der Steckdose, usw.

Wa soll das mit Dank zu tun haben? Und, kann man Danken anordnen, indem ein Erntedanktag begangen wird?

Weil vieles so selbstverständlich ist, vergessen wir darüber, was alles an Arbeit verrichtet wird, ehe denn die Lebensmittel, die Mittel zum Leben in die Regale gelangen. Welche Mühen also in unserem täglich Brot liegen.

Weil vieles so selbstverständlich ist, vergessen wir darüber, dass nicht alles in unseren Händen liegt. Alles Wissen um den richtigen Zeitpunkt der Aussaat, der Hege und Pflege der Felder ist das eine, aber Wachstum und Gedeihen bleiben letztlich etwas Unverfügbares. Die Grundlagen des Lebens gehören uns nicht, nicht die Luft, die wir atmen, das Wasser, das wir trinken und die Erde, die wir bebauen.

Im Nachdenken darüber kommen wir zum Danken!

Das Erntedankfest lädt ein, dem zu danken, dem wir uns und unsere Lebensgrundlage verdanken. Das Erntedankfest erinnert uns an Gott, von dessen Gaben wir leben. Denn - in unserem ländlichen Raum haben wir noch eine Ahnung davon - es liegt eben nicht alles in unserer Hand, auch wenn wir das oftmals meinen. Aber wir sind nicht Schöpfer sondern leben in der Mitwelt als Geschöpfe, so verdanken wir uns und unsere Lebensgrundlage dem Schöpfer Himmels und der Erden.

Erntedankfest feiern heißt bewusstes Denken und Danken immer wieder neu einzuüben.

Gert Sommerfeld, Pfarrer

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