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2019.09.28 Abschiedsgottesdienst für Pfarrer Martin Geisler

Kalbensteinberg
St. Marien- und Christophoruskirche. Foto Kuhn

Ein Hirte auch für die Urlauber

Martin Geisler, Pfarrer von Fünfbronn und Kalbensteinberg, wurde in den RUHESTAND verabschiedet.

KALBENSTEINBERG. Mit Pfarrer Martin Geisler verlässt ein Seelsorger die beiden Kirchengemeinden Kalbensteinberg und Fünfbronn, der sich auch bleibende Verdienste auf dem Gebiet der Tourismusseelsorge im Fränkischen Seenland erworben hat.

Dicht besetzt waren die Bänke in der Rieter-Kirche, als Dekan Klaus Mendel, Pfarrer Martin Geisler, seine Ehefrau Daniela und der Senior des Gunzenhäuser Pfarrkapitels, Pfarrer Dietmar F. Schuh, in die Kirche einzogen. In seinen Begrüßungsworten dankte Mendel dem scheidenden Geistlichen, dass er den Auftrag Gottes mit Liebe und Sorgfalt erfüllt habe.

Geisler tritt, so steht es in der von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm unterschriebenen Entlassurkunde, zum 1. November in den Ruhestand. Der Seniorpfarrer händigte das Dokument aus. Die Kindergottesdienstkinder überreichten dem scheidenden Ehepaar Blumen und einen Strauß bunter Luftballons.

Mit einem Schäferhut angetan betrat Martin Geisler letztmals die Kanzel, um das Wort Gottes zu verkünden. Im Mittelpunkt seiner Predigt stand der Psalm 23 vom guten Hirten. Als „Hirte seiner Schafe“ und Wegbegleiter der Pilger habe er sich stets gesehen. Eine Herzensangelegenheit war ihm nach eigenen Worten auch die Betreuung der Feriengäste. Zusammen mit dem früheren Gunzenhäuser Dekan Gerhard Schleier, seinen Kollegen Ekkehard Malcher (Gunzenhausen) und Matthias Knoch (Gräfensteinberg) hatte Geisler die Anschaffung von drei Schäferwagenkirchen auf den Weg gebracht. Als Tourismusseelsorger betreute er die Urlauber, gleichzeitig wirkte er als Tourismusbeauftragter im Kirchenkreis Ansbach-Würzburg.

Unterschiedliche Gefühle

Zum Ende der Predigt ging er auf das Abschiednehmen ein, das nicht immer gewollt und deshalb mit ganz unterschiedlichen Gefühlen verbunden ist. Er bedankte sich von ganzem Herzen, dass er in den beiden Kirchengemeinden der Hirte sein durfte.

Vor der Entpflichtung brachte Mendel Geislers beruflichen Werdegang in Erinnerung. Er studierte Theologie in Neuendettelsau, Heidelberg und Erlangen, seine Vikariatszeit verbrachte er im Dekanat Passau und trat 1987 eine Stelle in Bad Griesbach an. In all den Jahren sei Ehefrau Daniela eine wichtige Stütze und Gesprächspartnerin für ihren Ehemann gewesen.

Im Anschluss an den Gottesdienst übernahmen Vertrauensfrau Ingrid Haag (Kirchengemeinde Kalbensteinberg) und Vertrauensmann Walter Salfner (Fünfbronn) die Moderation. Zunächst brachte der stellvertretende Landrat Robert Westphal in Erinnerung, dass Geisler die beiden Kirchengemeinden Kalbensteinberg und Fünfbronn zwölf Jahre lang geprägt und Impulse für das Gemeindeleben gegeben habe. Zudem sei dank seines Engagements „die junge Pflanze Tourismus“ in all den Jahren „weiter gestärkt“ worden, so Westphal.

Absbergs Bürgermeister Helmut Schmaußer hob Geislers Einsatz für den Erhalt beider Kirchen hervor. Dass man die Nähe zu „den Kunden der Kirche“ in der Kirchengemeinde Fünfbronn bei Martin Geisler gespürt habe, darauf ging Bürgermeister Udo Weingart aus Spalt in seinen Abschiedsworten ein. Er habe den Seelsorger stets als „Mit-Mensch“ erlebt.

Kirchenrat Thomas Roßmerkel brachte auch die Gottesdienste am Brombachsee sowie die Bläserserenade bei der letzten Rundfahrt der „MS Brombachsee“ in Erinnerung. Im Stellenplan der Landeskirche stehe, versicherte er bei dieser Gelegenheit, die Stelle der Tourismusseelsorge im Fränkischen Seenland nicht zur Diskussion.

Weitere Grußworte sprachen Professor Dr. Richard Ries (Neuendettelsau) und der katholische Dekan Alois Anetseder. Den ehemaligen Pfarrer im niederbayerischen Karpfham und Kurseelsorger in Bad Griesbach verbindet mit Geisler eine lange Geschichte, bauten sie doch gemeinsam das ökumenische Kurseelsorgezentrum „Emmaus in Bad Griesbach-Therme' auf.

Worte des Dankes gab es von den beiden Vertrauensleuten Ingrid Haag und Walter Salfner für den Seelsorgedienst des Geistlichen. Bei der Renovierung des Dachs der Rieter-Kirche habe er sich als „Dom-Baumeister“ verdient gemacht. Für den Ruhesitz in Wörth an der Isar, dem Heimatort von Daniela Geisler, überreichten sie eine Ruhebank und einen Rosenstock.

Musikalisch mitgestaltet wurde der Gottesdienst von Dr. Daniel Schönwald (Orgel), dem Männergesangverein, in diesem sich Martin Geisler als stimmgewaltiger Sänger eingebracht hatte, dem Posaunenchor, dem Kalbensteinberger Flöten-Ensemble und dem Kirchenchor. Zum Abschluss gab es beim gemütlichen Beisammensein in „Pfarrers Paradiesgärtlein“ noch Gelegenheit, persönlich Abschied von Martin Geisler und seiner Frau Daniela zu nehmen. HORST KUHN

 

Quelle: Altmühl-Bote Gunzenhausen, Ausgabe 30. September 2019

© Text und Foto: Horst Kuhn

Horst Kuhn

Öffentlichkeitsreferent

Dekanat Gunzenhausen

 

Geisler, Kalbensteinberg

Dekan Klaus Mendel (links) gemeinsam mit Pfarrer Martin Geisler,

Ehefrau Daniela und Senior, Pfarrer Dietmar F. Schuh

Kalbensteinberg

Martin und Daniela Geisler im Kreis der Kirchenvorstandsmitglieder

der beiden Kirchengemeinden Kalbensteinberg und Fünfbronn,

die der scheidende Seelsorger in den vergangenen zwölf Jahren

betreut hat. Foto: Horst Kuhn

 

Abschiedspredigt von Pfarrer Martin Geisler

 

Liebe Festgemeinde,

viele von Ihnen kennen das fränkische Lied “Ins Land der Franken fahren“, wo Josef Viktor von Scheffel dichtet:

 

Wohlauf, die Luft geht frisch und rein,

wer lange sitzt, muss rosten.

Den allerschönsten1 Sonnenschein

lässt uns der Himmel kosten.

Jetzt reicht mir Stab und Ordenskleid

der fahrenden Scholaren.

Ich will zur schönen Sommerszeit

ins Land der Franken fahren,

 

Mit unserem Männergesangsverein Kalbensteinberg haben wir dieses Lied gesungen und in der dritten Strophe, da kommt für mich Kalbensteinberg vor und da kann ich mich mit dem Schäflein identifizieren, wenn es heißt:

Wallfahrer ziehen durch das Tal

mit fliegenden Standarten.

Hell grüßt ihr doppelter Choral

den weiten Gottesgarten.

Wie gerne wär’ ich mitgewallt,

ihr Pfarr’ wollt mich nicht haben!

So muss ich seitwärts durch den Wald

als räudig Schäflein traben,

valeri, valera, valeri, valera,

als räudig Schäflein traben.

 

Gerne wäre ich manchem Wallfahrer, manchem Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela gefolgt. Dafür habe ich von manchem noch eine Postkarte aus Santiago de Compostela bekommen, dass sie gut ihr Ziel erreicht haben. Mit dem Bild des Schäfleins in dieser Strophe kann ich mich identifizieren. Denn schnell habe ich das Lied von meinem Vorgänger aus dem 18. Jahrhundert von Pfarrer Jubitz kennen gelernt, wo es heißt:

Wie herrlich ist's, ein Schäflein Christi werden,

und in der Huld des treusten Hirten stehn!

 

Dieses traditionsreiche Lied, das über Generationen hinweg bei allen wichtigen Stationen des Lebens hier in der Kirche gesungen wurde, bei der Taufe, Konfirmation, Trauung und beim Abschied eines lieben Menschen. Am Anfang fühlte ich mich, wie in einem der Heilandsbilder, wenn Jesus das Schaf über der Schulter trägt, wie auf den Bildern, die in den Bauernschlafzimmern hingen oder in den Kinderzimmern und eine stille Botschaft waren für Behütetsein, so wie es der Vers 4 zum Ausdruck bringt:

Das Schäflein bleibt in seines Hirten Händen,

wenngleich vor Zorn der ganze Abgrund schnaubt,

so wird es ihm kein wilder Wolf entwenden,

weil der allmächtig ist, an den es glaubt.

Ja, die Schafe, die hier noch sicher weiden hinter dem Pfarrhaus. Die Schafe im Garten von meinem lieben Mitbruder Matthias Knoch und seine Schnapsidee die Schäferwagenkirchen Geisler, Kalbensteinbergins Leben zu rufen, haben mir den Psalm 23 besonders nahe gebracht. Und lieber Matthias ich werde nie vergessen, in dem einen Sommer, in dem es so heiß war und die Schafe in Eurem Pfarrgarten kein frisches Gras mehr gefunden haben, hast Du sie zu den grünen Auen unseres Pfarrgartens gebracht, wo sie aber zum Entsetzen der Daniela auch unsere schönen Himbeeren zusammen gefressen haben. Aber es sollte Ihnen an nichts mangeln und so ist für mich heute der Anfang von Psalm 23 die Freude für meine letzte Predigt, wenn der Psalmbeter schreibt:

Der HERR ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf rechter Straße
um seines Namens willen.

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

Ja, die Fülle des ganzen Lebens ist in diesem Psalm beschrieben. Die grünen Auen, also die schönen und leichten Seiten des Lebens, aber auch die finsteren Täler, Zeiten der Not, der Verlust und der Schmerz. Beides gehört in unserem Leben dazu. Grünes , Helles, Klares, Dunkles, Undurchsichtiges und Beschwerliches. Ich kenne keinen Menschen, der in seinem Leben nur gute Zeiten erlebt hätte. Ich kenne zum Glück aber auch keinen, der von sich ehrlicherweise behaupten könnte, er hätte immer nur Schweres erlebt.

Der Liederdichter Herbert Grönemeyer erzählt in seinem Lied „Mensch“ von diesem Auf und Ab in unserem Leben:

Und der Mensch heißt Mensch,
weil er irrt und weil er kämpft,
und weil er hofft und liebt,
weil er mitfühlt und vergibt.
Und weil er lacht,
und weil er lebt.

Mensch sein, Mensch werden, Mensch bleiben. Ein Leben lang unterwegs sein zu sich selbst und zu anderen. Wie gut ist es, dass wir unseren Lebensweg nicht alleine gehen müssen. Umgeben von Eltern, Partnern, unseren Kindern und guten Freunden wird unser Weg bunt und auf mühseligen Strecken auch leichter. Und wir sehnen uns nach Menschen, die bei uns sind und bei uns bleiben. Sicherlich, der Mensch ist da nicht immer verlässlich. Jeder wird da seine eigenen Erfahrungen gemacht haben. In uns allen steckt wohl die Sehnsucht, dass einer bei uns bleibt und geht mit uns für immer. In allen faszinierenden und in allen widersprüchlichen Erfahrungen, die wir dabei machen, spricht Gott uns zu:

Ich bin bei dir, ich begleite dich, ich verlasse dich nicht, wohin du auch gehst. Manchmal bin ich dir gerade da am nähesten, wenn ich dir am weitesten entfernt scheine.

Und dann wieder die Botschaft aus unserem Traditionslied

Wie herrlich ist's, ein Schäflein Christi werden,

und in der Huld des treusten Hirten stehn!

Ja, mir wird nichts mangeln, liebe Gemeinde!

Sicherlich müssen wir uns auch kritisch fragen: Können wir es uns leisten, diesem Hirten nachzufolgen? In allen Bereichen unseres Lebens auf seinen Wegen zu gehen?

Jesu, geh voran
auf der Lebensbahn!
Und wir wollen nicht verweilen,
dir getreulich nachzueilen;

Das singt sich so schön. Aber wohin führt es? In der Politik? Am Arbeitsplatz? In der gesamten Wirtschaft? Ja selbst in der Familie und in der Erziehung? In Rüstungs- und Sicherheitsfragen?

Der Beter des Psalms gibt eine eindeutige Antwort: Es führt jedenfalls nicht zum Mangel! Es führt nicht in den Ruin, nicht in den Abgrund. Er bekennt: Mein Hirte ist der Herr und deshalb mangelt es mir nicht.

 

Dieser Satz ist auch keine Vertröstung, liebe Gemeinde! In dem Sinn: Folge dem Herrn nur nach. Irgendwann wird ER es dir vergelten.

Luthers Übersetzung könnte dieses Missverständnis nahe legen: Mir wird nichts mangeln. So als wäre das ein Hinweis auf irgendwann! Nein!

Es lässt sich auch anders übersetzen, nämlich: Mir mangelt nichts! Seit ich mich auf diesen Herrn eingelassen habe.

Damit wir uns richtig verstehen: Das ist keine Zusage von Wohlstand und Reichtum. Es heißt nicht: Ich kann mir alles leisten, ich habe alles. Und wenn etwas schiefgeht, dann tritt irgendeine Versicherung für den Schaden ein. Es kann mir ja nichts geschehen….

Nein! Darum geht es hier nicht! Dieser Herr verspricht keine Wohlstandsgesellschaft und keinen Reichtum, wenn ER zusagt, dass Menschen in seiner Nachfolge keinen Mangel leiden.

Bleiben wir ruhig im Bild: Der Hirte führt die Schafe auf die Weide.

Das Schaf kann dort satt werden. Reich werden kann es dort nicht. Es kann keine Schätze sammeln und keine Vorräte anlegen. Keine Sicherheitsbunker bauen. Es hat sein tägliches Brot und es ist nicht auf sich gestellt. Es kann sich auf den Hirten verlassen und weiß sich eingebunden in eine Gemeinschaft.

So individualistisch dieser Psalm klingt: Mein Hirte! Er weidet mich! Er gibt mir!

Das Bild schließt immer die Anderen mit ein, die auch zu dieser Herde gehören. Ich bin bei diesem Hirten nicht alleine. Und weil das so ist, habe ich keinen Mangel und werde keinen haben.

Liebe Festgemeinde, liebe Schwestern und Brüder,

 

unsere Wohlstandsgesellschaft hat viele reich gemacht. Sie hat aber auch großen Mangel produziert: Mangel an Solidarität, an Vertrauen, an Liebe – ja sogar Mangel an Zeit.

In der Nachfolge zu diesem Herren brauche ich aber auf Zuneigung, Liebe, Vertrauen, und Solidarität nicht zu verzichten.

Und seien wir ehrlich, liebe Schwestern und Brüder.

Was hat unser Leben wirklich reich gemacht? War es der Besitz, der Wohlstand? Oder waren es nicht ganz andere Erfahrungen?

Bei unserer Gedenktafel hier in der Rieter-Kirche für die Gefallenen im ersten Weltkrieg fiel mir ein junger Philosoph ein. Der schrieb einmal aus dem Schützengraben an seinen Vater: „Vater ich habe jetzt den Zauberschlüssel zum Leben gefunden! Es ist nicht das Geld. Es ist nicht die Klugheit. Es ist das Gebet. Denn das Gebet macht kindlich und objektiv. Es stellt alles in die Perspektive der Ewigkeit!“

Kindlich, liebe Gemeinde, nicht kindisch! Kindlich, das heißt, mit kindlichem Vertrauen. Ja! Damit hat Nachfolge, hat Beten etwas zu tun! Wie es in auch unserem Kalber-Traditionslied heißt:

Das Schäflein bleibt in seines Hirten Händen

Es kommt nicht um in Ewigkeit
und wird im Todestal von Furcht und Fall befreit.

 

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Und das Gebet zu IHM stellt alles in eine andere Perspektive. Was mir zuvor groß und wichtig vorkam, wird in dieser neuen Perspektive klein und unbedeutend. Und was mir zuvor als vernachlässigbare Nebensache erschien, rückt vielleicht groß ins Blickfeld. Darum mag es dem Beter gehen, wenn er bekennt: In der Nachfolge dieses Herrn leide ich keinen Mangel an dem, was zum Leben wirklich nötig ist. Er führt mich zu frischem Wasser und auf grüne Auen.

Liebe Festgemeinde,

Leben bedeutet immer weiter zu gehen, nicht still zu stehen von der Kindheit bis zum Alter. Manchmal müssen wir herunter von den grünen Auen und uns weiter auf den Weg machen. Manchmal haben wir es gerne getan, sind gerne aufgebrochen von dem Vertrauten, hatten neue Pläne im Kopf, waren verliebt, wollten Neues entdecken und ausprobieren. Manchmal taten wir es unfreiwillig. Wir mussten Abschied nehmen, wenn wir es gar nicht wollten. Träume, die wir uns gemacht hatten gingen so nicht auf. Abschied nehmen vom Gewohnten und Vertrauten ist mit ganz unterschiedlichen Gefühlen verbunden. Mit Freude und Spannung, mit Hoffnung und mit Ängsten. Gerade in diese Situation hinein spricht Gott zu uns: Ich führe dich auf rechter Straße um meines Namens willen.

Liebe Schwestern und Brüder unserer Kirchengemeinden Kalbensteinberg und Fünfbronn,

liebe Schwestern und Brüder, die Sie mit mir unterwegs waren im Tourismus im Fränkischen Seenland,

ich danke Ihnen, ich danke Euch allen von Herzen, dass ich Ihr Hirte sein durfte. Und neben Gott danke ich meiner Frau von ganzem Herzen und meiner Familie und meinen Freunden für alle Unterstützung und alles liebevolles Verständnis.

Als ich vor 12 Jahre hier her kam aus dem Bayerischen Wald und aus Bad Griesbach, wo ich ein Viertel Jahrhundert Diasporapfarrer und Kurseelsorger gewesen bin, hat mir eine alte Frau aus meiner früheren Kirchengemeinde diesen wunderbaren Spazierstock von ihrem verstorbenen Mann geschenkt.

(Spazierstock mit Schirm/Schäferstab/Schäferhut: auf der Kanzel)

Dieser Spazierstock wurde sehr schnell zum Stecken und Stab, zum Hirtenstab an der Schäferwagenkirche zusammen mit dem Hirtenhut, den wir vier alle getragen haben bei der Einweihung der Schäferwagenkirchen am Brombachsee. Der Gerhard Schleier, der Matthias Knoch und der Ekkehard Malcher.

Gott war immer unser Stecken und Stab und unser Trost auf all unseren Wegen. Und der Wanderstab, den ich im Bayerischen Wald geschenkt bekommen habe, beinhaltet noch ein Geheimnis:

Wenn man ihn aufdreht, kommt noch ein Schirm heraus. Und so möchte ich - wie bei meiner Installation - heute noch einmal zum Schluss den Segen geben, wenn der große und der gute Hirte uns zuspricht:

Schutz und Schirm vor allem Argen,

Stärke und Hilfe zu allem Guten,

dass ihr bewahret werdet zum ewigen Leben.

Amen.

 

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