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Plädoyer für raschen Atomausstieg und gegen die Zulassung der PID, Mai 2011

Landesbischof Johannes Friedrich hat erneut einen raschen Ausstieg aus der Atomenergie gefordert. Bei einer Begegnung mit den bayerischen Abgeordneten des Deutschen undestages.
Gleichzeitig bekräftigte Landesbischof Friedrich seine ablehnende Haltung gegenüber der Präimplantationsdiagnostik (PID). Er halte es „nicht für verantwortbar, wenn der Staat Möglichkeiten legalisiert, tatsächlich oder potentiell kranke Embryonen vorgeburtlich auszusortieren".
Gedächtniskirche Berlin

Plädoyer für raschen Atomausstieg und gegen die Zulassung der PID:

Landesbischof Friedrich im Gespräch mit den bayerischen Bundestagsabgeordneten

Landesbischof Johannes Friedrich hat erneut einen raschen Ausstieg aus der Atomenergie gefordert. Bei einer Begegnung mit den bayerischen Abgeordneten des Deutschen Bundestages gestern Abend in Berlin äußerte Friedrich, er „begrüße es sehr, dass eine große Mehrheit der Bevölkerung und parteiübergreifend auch eine große Mehrheit der Politiker erkannt haben, dass

wir eine Wende in der Energiepolitik brauchen und uns so schnell wir möglich von der Atomkrafterzeugung verabschieden müssen".

„Wir brauchen nicht nur einen Paradigmenwechsel in der Politik, sondern auch im individuellen und kollektiven Bewusstsein. Und wir brauchen Ehrlichkeit im Blick auf den Preis, den uns die Energiewende kostet", so der Landesbischof. Der Beitrag der Kirche sei es, darauf aufmerksam zu machen, „wie anspruchsvoll die gebotene Umkehr ist" und darauf zu achten, „dass die unbequemen Fragen nicht ausgespart werden".

Gleichzeitig bekräftigte Landesbischof Friedrich seine ablehnende Haltung gegenüber der Präimplantationsdiagnostik (PID). Er halte es „nicht für verantwortbar, wenn der Staat Möglichkeiten legalisiert, tatsächlich oder potentiell kranke Embryonen vorgeburtlich auszusortieren". Er verwies auf die Interessensvertretungen von Menschen mit Behinderungen, die wiederholt darauf hingewiesen hätten, durch eine Zulassung der PID würde das gesellschaftliche Klima beeinflusst. „Um der Humanität unserer Gesellschaft willen dürfen wir niemals akzeptieren, dass Behinderung zum Ausschlusskriterium für das Lebensrecht wird", argumentierte Friedrich

Die regelmäßigen Begegnungen des bayerischen Landesbischofs und anderer Mitglieder der kirchenleitenden Orgne mit den Bundestagsabgeordneten des Freistaates waren stets eine wichtige Säule im Austausch mit der Politik. Die gestrige Begegnung war die letzte im Rahmen seiner zwölfjährigen Amtszeit, die im Oktober endet.            

 

München, 25. Mai 2011

Michael Mädler

Stellv. Pressesprecher

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